Spart euch die Plage und laßt die Plagiate

24. Februar 2011 um 13:29 | Veröffentlicht in Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar
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Ausgehend von einer Telepolis-Umfrage wurde das „Guttenplag-Wiki“ bereits erweitert, man könne ja jetzt auch „die anderen Doktorarbeiten“ mit analysieren. Ein paar Gedanken dazu:

Geht das überhaupt?

Einige der ersten Vorschläge waren Kristina Schröder und Silvana Koch-Mehrin, dann Merkel, Westerwelle, Sarrazin, immerhin auch Steinmeier, Struck. Also, immer hau drauf auf die Großen. Der „Schwarm“ wird’s schon richten.

Der Schwarm wird sich bedanken. Struck promovierte 1971, Sarrazin 1973, Merkel 1978, Steinmeier 1992, Westerwelle 1994, Koch-Mehrin 1998, Schröder (als Köhler) 2009. Mit wohl einzig Ausnahme der Letzteren, Vorletztere grenzfällig, erfolgten alle Promotionen vor dem Cutoff der „Generation Copy-Paste“ bzw. „Generation Google“. Das bedeutet, daß der Schwarm schon bei der bloßen Beschaffung des Werks selbst an seine Grenzen stoßen wird, erst recht seiner Quellen (und gar das Auffinden der nicht genannten, die ja eben nicht genannt sind, das macht sie ja erst aus). Die stehen nicht online! Die gibt’s nur auf toten Bäumen! Nicht mal bei Amazon! Die Worte „Bibliotheksausweis“ und „Fernleihe“ stehen plötzlich im Raum, Worte, die manche erst mal googeln muß.

Hätte man sich dann tatsächlich mit dem Rüstzeug ausstaffiert, drohte neues Ungemach: Das analoge Material muß gelesen werden! Nur Auge und Hirn können die Vergleiche liefern, keine Plagiatssoftware. Klar, im Schwarm kann sich jeder ein homöopathisches Häppchen von vielleicht zehn Seiten vornehmen. Aber der Grundgedanke dräut: Es wird echte Arbeit.

Das macht auch den Hauptunterschied zum Erstellen akademischer Machwerke (und seien es banale Hausarbeiten) einer anderen Generation aus: Es war echte Arbeit. Nächte wurden in der Unibib verbracht. Quellen mußten  beschafft werden, gelesen, verstanden, wenn sie für geeignet befunden waren, immer noch abgetippt. Wenn man sie einmal gelesen, verstanden und abgetippt hatte, konnte man sie gerade auch noch zitieren, das machte den Kohl auch nicht mehr fett. Obwohl die Funktion „Copy & Paste“ schon ca. 1976 erfunden und 1983 mit den ersten Apples öffentlich wurde, kam die Kultur (oder Unkultur) des „Copy & Paste“ erst in den späten Neunzigern auf, denn vor Massenverbreitung des WWW und dem Erfolg von Suchmaschinen wie damals noch Alta Vista (und Exoten wie Gopher), später erst Google, gab es schlichtweg nicht genug Masse, aus der man sich hätte selbstbedienen können, weswegen keiner auf die Idee gekommen wäre, das im großen Stil zu betreiben. (Das war es wohl auch, was den kometenhaften Erfolg von Google ausmachte, weniger der genialische Suchalgorithmus als vielmehr die Substanz, die immer eine Trefferquote ermöglichte – „nichts gefunden“ hörte auf zu existieren, egal wie sinnlos die Suche. Spätestens seit „meinten Sie…?“ findet Google selbst zu den Tastenanschlägen von *Kopf auf die Tastatur knallt* ein Ergebnis.)

Ist das eine gute Idee?

Ich gebe es besser gleich zu: Auch ich habe abgeschrieben. Nicht in Stil und Größenordnung des Freiherrn, aber jeder, der einmal kurz vor Abgabe seiner Arbeit auch durch Erhöhen des Zeilenabstands noch nicht die marktübliche Seitenzahl zusammenhatte, hat wohl schon mal ein paar Sätze inflationären Zitattext durch Wortumstellung in ein höherwertiges „vgl.“ umgewandelt. Weiter geht es – ich muß mich im Augenblick manchmal dem aufkeimenden Gerechtigkeitssinn meiner siebenjährigen Tochter stellen -, ich bin auch schon bei Rot über die Ampel gegangen, habe an Altstadtkirchenmauern gepinkelt, bei den Spesen den Geschäftszweck einer Bewirtung aufgehübscht. Ich hatte nie eine DOS-Lizenz (ist hoffentlich verjährt).

Ich habe noch kein altes Mütterchen für ihre Handtasche vor die Straßenbahn geschubst und will auch sonst nicht in die Politik, aber eine Totalüberwachung durch Plagiatspaparazzi wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Wenn wir wirklich die Diss der Bundesmutti zeilenweise durchkauen, und wenn wir dann ein paar geklaute Zeilen finden, was machen wir dann? Entrüsten wir uns genauso ergebnislos? Und ab welcher Quote geborgten Textbausteins? 70%, 50%, 30%? Oder auch schon bei zwei oder drei Zitaten, die beim Umgang mit der Schreibmaschine/dem Robotron vielleicht wirklich vergessen wurden? Und wonach suchen wir als nächstes?

Außerdem ist am ersten Ansatz klar zu sehen, daß sich zunächst mal die netzaffine Linke an den unpopulären Rechten abarbeiten würde. Das Ungleichgewicht würde der Öffentlichkeit bald auffallen und der Idee ziemlich den Wind aus den Segel nehmen. Später dann würden wir entsetzt feststellen, zu Guttenbergs 200.000 Facebook-Fans zeigen es, daß die rechte Fraktion auch netzaffine Kräfte aufwenden kann, und einen Gegenschlag erfahren. Im schlimmsten Fall würde der dann Im Richtigen Leben die bessere Presse kriegen, und wir wären blamiert.

(Update: Ein paar neue Gedanken zu der Frage, warum ich es irgendwie Scheiße finde: Die implizite Idee ist ja wohl entweder, daß jeder Dottore ein potentieller Betrüger ist, dann müssen auch Arbeiten von Nichtprominenten auf den Seziertisch – 25.000 im Jahr, viel Vergnügen -, oder daß es einen speziellen Typus „nichtsnutziger Mensch, der den Masterplan verfolgt, Politiker zu werden“ gibt, dann muß ich trotz des Blogtitels schon wieder eine C-Politikerin in Schutz nehmen: Glaubt jemand ernsthaft, daß eine Karriere Merkel (ernsthafte Wissenschaftlerin im Osten, lange bevor man die Wende vorhersehen konnte, dann in der Tat Wendegewinnerin, dann erst eher widerwillige, langsam gewachsene Politikerin, z. B. als Umweltministerin, mit der eine Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken garantiert nicht zu machen gewesen wäre, erst jetzt unter „Sachzwängen“ politische Opportunistin) zu dieser Beschreibung paßt? Merkel hätte 1978 bemerkenswerte hellseherische Fähigeiten haben – und erfolgreich verbergen – müssen, um diesen Masterplan ausarbeiten zu können.)

Moralische Instanzen und mitleidende Vorsitzende

24. August 2010 um 16:41 | Veröffentlicht in Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar
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Da bin ich ja noch mal froh: Während Altkanzler Helmut Schmidt den Rang, „ein Deutschland zu verkörpern, wie ich es mir wünsche“, knapp mit 83% zu 84% an Günther Jauch abgeben mußte, steht außer Frage, daß er „eine moralische Instanz für Deutschland“ ist, und zwar mit 74% die führende. Es hilft anscheinend, knapp 30 Jahre aus der aktiven Politik ausgeschieden zu sein. Mit exakt 50% erreichte wiederum der „Wer-wird-Millionär“-Moderator den höchsten Wert für einen Nichtpolitiker – es ist schon verblüffend, daß alle höheren Ränge von „moralische Instanz“ mit Politikern besetzt sind.

Bei „verkörpert Deutschland“ sieht das anders aus, neben Günther Jauch stehen Jogi Löw und Basti Schweinsteiger obenan, Politiker eher unter „ferner liefen“. Insgesamt muß man sich damit abfinden, daß außer Politikern und Fernsehstars nur wenige es überhaupt in die Liste schafften, namentlich Jo Ackermann – ein Schweizer – als einziger Wirtschaftskapitän. Entweder wird Wirtschaftsvertretern noch weniger Moral zugetraut als Politikern, was beachtlich wäre, oder es blieb schlichtweg, wie gern bei SPIEGEL-Umfragen kolportiert, „diese Person ist mir unbekannt“.

Persönliches Fazit: Schmidt als moralische Instanz geht voll in Ordnung. Mit Günther Jauch als Verkörperung meines Wunschdeutschland kann ich gut leben (der ist eben so glatt, daß er für jede Funktion durchgehen würde), aber mir fiele da spontan auch noch die Familie M. aus meiner Kirchengemeinde ein.

Am anderen Ende der Skala bringt sich heute der Fraktionsvorsitzende in die Presse: Frank-Walter spendet seiner Frau eine Niere. Nach Franz Müntefering, der die Politik verlassen hat, um seine sterbende Frau zu pflegen, der zweite „große Vorsitzende“, der das Öffentliche zugunsten des Privaten zurückstellt (und darüber redet, was ja nicht verboten ist). Das verdient Respekt.

Masochismus

28. September 2009 um 11:54 | Veröffentlicht in Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar
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Als ich vor einem knappen Jahr in die SPD eintrat, wußte ich, oder ahnte es zumindest, daß ich dies in einer Situation tat, in der der Eintritt masochistische Züge zu offenbaren schien. Gestern abend wurde es bestätigt. Was jetzt? Mäntelchen nach dem Wind hängen und wieder austreten?

Nein, denn es ging mir ja damals beim Eintritt schon explizit darum, die Partei zu stärken in einem Augenblick, in dem sie es am Nötigsten hatte, und das ist jetzt eher mehr der Fall denn weniger. Es geht mir nicht um meinen persönlichen Vorteil, nicht darum, mein Mäntelchen nach dem Wind zu hängen.

Gestern abend ist der SPD übel mitgespielt worden. Den Wahlsieg, die Kanzlerschaft für Frank-Walter, habe ich nie erwartet, ihn hätte die Partei nach einer recht mediocren großen Koalition auch nicht verdient. Aber dieses Ergebnis, das schlechteste aller Zeiten, genauso wenig. 1,8 Millionen SPD-Wähler sind zu Hause geblieben, hat Schönenbohm ausgerechnet – diese Menschen haben die Partei, die sie eigentlich zu unterstützen meinten, mit ihrer Passivität aktiv über die Klippe gestürzt. Eine typische Politiker-Wahlabend-Phrase ist „wir haben es nicht geschafft, dem Wähler unsere Botschaft zu vermitteln“, die scheinbare Selbstkritik ist natürlich gemeint als „wir haben schon geredet, aber der Dösbaddel hat ja nicht zugehört“, aber in diesem Fall trifft sie zu. Merkel und Steinmeier haben Kuschelwahlkampf gemacht, fast, als wäre eine neue große Koalition das Produkt, das sie bewerben wollten, und damit haben sie eben nichts bewegt, und damit beim Wähler den Eindruck des „da kann ich ja gleich zu Hause bleiben“ verstärkt, und der nutzt eben immer der CDU.

Wer meinte, aktiv etwas ändern zu müssen, ging zur FDP, den Grünen oder eben zu den Piraten – alle Etablierten scheinen erleichtert darüber hinwegzugehen, daß sie schon gezittert hatten, diese könnten wirklich etwas erreichen, aber eine einzelne Botschaft (wenn auch eine, mit der ich vollkommen d’accord gehe) macht eben doch noch kein Parteiprogramm. Ihr Abschneiden, von ihnen selbst als „besser als damals das erste Bundestagsergebnis der Grünen“ gelobt, von anderen ironisch „Piratenpartei fährt das schlechteste Ergebnis bisher ein“ kommentiert, wird wohl eine Episode bleiben.

Wahlkampf by Obfuscation: CDU bleibt undercover

7. September 2009 um 09:49 | Veröffentlicht in Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar
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Schon beim Familienfest der Mörsenbroicher CDU ohne Absender probierte die CDU ihre neue Technik aus, im jetzigen Wahlkampf zum Bundestag vollends: ein schwarzes Plakat mit dem orangen Wort „JARZOMBEK“ in der Mitte soll jemandem was sagen, oder ein Quietscheentchen, auf dem „nit quake, make“ steht. Abgesehen davon, daß ich das Anleihen eines mehrere Jahre alten Karnevalsmottos wenig originell finde: glaubt Thomas Jarzombek wirklich, daß außerhalb des Kreises seiner eh-schon-Wähler sein Bekanntheitsgrad ausreicht, um bei einem durchschnittlich interessierten Wähler – und das ist ja schon viel verlangt –  einen Wiedererkennungseffekt auszulösen? OK, die Webadresse hat er, so daß daheim am Schirm der Interessierte nur ein .de anzuhängen braucht, aber merkt man sich das bis daheim? Ich hätte es mir ohne die gleichzeitige Lektüre eines RP-Artikels nicht gemerkt.

Auch sonst, die CDU: man sollte ja nicht am Gegner rumnickeln, sondern lieber bei sich selbst gucken, aber die aktuelle Kampagne, die suggeriert, Angie hätte die Krise allein gemeistert und nicht etwa zusammen mit Peer Steinbrück, die Minister anderer Parteien einfach einverleibt, die kann es wirklich nicht.

Und warum die Heimlichkeit? Da war Angie doch tatsächlich hier in Rath, im Stadtteil, und ich sah es erst am Abend in der Tagesschau… A propos: Frank-Walter ist am Freitag beim Apollo, und ich weiß es schon. Und werde da sein.

The Turkey Curse »Blog Archive » Warum ich in die Piratenpartei eingetreten bin

22. Juni 2009 um 11:09 | Veröffentlicht in Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar
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Heute muß man einmal kein englisch verstehen können, um fukami zu lesen:

The Turkey Curse »Blog Archive » Warum ich in die Piratenpartei eingetreten bin.

Etwas langatmige, aber in langen Strecken sehr lesenswerte Einsichten eines seit 2004 aus dem Herzen des Netzes Bloggenden.

Während Teile der Netzgemeinde – wie eben auch im obigen Artikel – das Debakel um das Zugangserschwerungsgesetz als Meilenstein auf dem Weg zum Ende der „großen Volksparteien“, hier gern insbesondere der SPD, sehen und glauben, daß das Pendel dafür in die Richtung der Piratenpartei schwingen wird, und während gleichzeitig der Rest der Welt diese Situation überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt (in meiner Zeitung las ich fast nichts über das Zugangserschwerungsgesetz, nichts über Proteste dagegen, und nur eine kurze Meldung auf Seite 4 über Tauss), teile ich diese Meinung nicht (und habe mich auch deshalb nicht zu einem frustrierten und als Waffe instrumentalisierten Austritt aus der SPD hinreißen lassen):

Protestparteien war in meinem persönlichen Miterlebensabschnitt der Geschichte immer nur ein kurzes Aufscheinen mit glanzloser Zukunft danach beschieden. Hamburger Lokalphänomene wie die Statt-Partei und die noch dramatischer ausscheidende Schill-Partei mögen nicht jedem etwas sagen, doch auch bundesweite Exemplare wie Pro DM und letztlich das sich um Lafontaine scharende Volk sind Beispiele. Fast immer ging es um Politikverdrossenheit, oftmals um gute Ideen, meistens kam dann ein Charismatischer Anführer™, der der Idee vorübergehend Stimme und Tragweite verlieh, doch auch der weitere Weg ist stets vergleichbar, unüberbrückbare Differenzen zwischen Basis und Charismatischem Anführer, dessen Ausscheiden/Abwahl/Sturz, gefolgt vom Wiederversinken des anführerlosen Rests in der Bedeutungslosigkeit. Gegenbeispiel natürlich die Grünen!

Doch eine Zukunft wie die der Grünen mag ich den Piraten nicht einräumen, und Meldungen vom Ableben der großen Parteien scheinen mir auch reichlich verfrüht. Let’s face it: es ist nicht in diesen Tagen entschieden worden, wie der nächste Kanzler heißt, ich fürchte, der nächste Kanzler heißt nicht Steinmeier, und ich bin mir sicher, keiner der nächsten Kanzler heißt Tauss.

#Zensursula, Twitter und die alte und die neue Tante SPD

18. Juni 2009 um 22:39 | Veröffentlicht in Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar
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Gerade lief die Debatte über das Zugangserschwerungsgesetz (befürchtungsgemäß kam es durch), und es wurde rege getwittert.

Es ist interessant, daß genau die Politiker, die aktiv selbst twittern (OK, @F_W_Steinmeier twittert auch, aber sein letzter Tweet ist von vor der Europawahl und lautete „schnell noch aufs Klo“ – weiß jemand, ob er da noch ist?), richtig erkennen, daß dieses Gesetz unglücklich ist. Man mag geteilter Meinung sein, wie weit hier wirklich eine Internetzensur beabsichtigt ist, und wie weit ihr nur von Internetausdruckern, die das Medium nicht verstehen, Vorschub geleistet wird, man darf nicht geteilter Meinung sein, daß Kinderpornographie eine böse Sache ist, aber man darf auch nicht geteilter Meinung sein, daß der Zweck eben nicht die Mittel heiligt, daß war bei Bush vs. Saddam im Irak nicht so, bei Guantanamo auch nicht, und es ist auch hier nicht der Fall. @jmoenikes, @tauss (auch wenn dessen Votum in dieser Angelegenheit mit Vorsicht zu genießen ist, agiert er offensichtlich nicht frei von Sachverstand), @tsghessen stehen auf meiner Follow-Liste. Frage: Welche Abgeordneten twittern eigentlich noch so?

Die alte Tante SPD scheint gegen eine allfällige neue gewonnen zu haben. Ob das ein guter Tag für die Sozialdemokratie ist, wage ich zu bezweifeln.

Gut vernetzt? Dann besuchen dich viele Freunde

5. Juni 2009 um 10:41 | Veröffentlicht in Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar
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So ist es bei mir im Augenblick: Über meinespd.net, Facebook, StudiVZ/meinVZ, Twitter, E-Mail… bin ich an etlichen Stellen mit der SPD vernetzt. Folge: Fast im Stundentakt besuchen mich jetzt meine neuen Freunde, der Frank-Walter und der Martin (der, den ein Viertel aller Deutschen kennt) und animieren mich zur Wahl am Sonntag. @tsghessen twittert derweil die Hälfte der Zeit über die Qualität seines Morgenkaffees, in welchem Bundesland er ihn heute nimmt, und sein persönliches Meilenkonto.

Leute, es ist Europawahl, und es droht keiner hinzugehen. Ihr von der SPD versucht es, das von Obama über den Online-Wahlkampf Gelernte anzuwenden, aber was geschieht? Entweder dies:

kein Unterstützer

oder man wird überflutet mit Bei-der-Stange-halte-Parolen. Von meinespd.net rede ich ja schon gar nicht mehr, das macht mich maulig. Leute, bis zur Bundestagswahl müßt ihr das mit dem vorwärtsgerichteten Onlineauftritt in den Griff bekommen!

Frank und ich und die Augmented Reality

6. März 2009 um 19:05 | Veröffentlicht in Allgemeines | Hinterlasse einen Kommentar
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Frank und ich

Frank und ich

Frank, das wird anscheinend der wahlkampftauglich verkürzte Kriegsname von Frank-Walter Steinmeier (keine grundsätzlich schlechte Idee, aber ist der Zeitpunkt richtig gewählt?), ich, das ist der Party-Newbie, und Augmented Reality beschreibt die Erweiterte Realität, das Einbeziehen des Virtuellen in das Reale in Echtzeit. Auf wahlkampf09.de macht Frank das einmal sehr schön vor – zuerst registriert sich der Anwender, dann wird ihm ein kleines Videofilmchen gezeigt, in dem Frank seine Teilnehmerurkunde unterzeichnet, die man kurz danach im E-Mail hat. Das computer-rechnerische Gadget ist, daß der Anwender in dem Video tatsächlich seinen Namen auf der Urkunde sieht, dies muß also in Echtzeit da reingerechnet werden. Sehr hübsch gemacht.

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